Beantworte die Fragen
Worauf kommt es bei der Eignung wirklich an?
Dieser Selbsttest gibt dir in wenigen Minuten eine erste Einschätzung, ob eine Wärmepumpe zu deinem Haus passt. Er ersetzt keine Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb, zeigt dir aber, wo dein Haus schon gut aufgestellt ist und wo du genauer hinschauen solltest.
Das wichtigste Kriterium ist die Vorlauftemperatur: Laut Verbraucherzentrale eignet sich ein Gebäude, wenn die Heizung möglichst ganzjährig mit weniger als 55 °C auskommt. Ob das bei dir klappt, findest du mit einem einfachen Test im Winter heraus – ohne neue Technik, nur mit deiner jetzigen Heizung.
Das Alter des Hauses ist weniger entscheidend, als viele denken: Ein Feldtest des Fraunhofer ISE in Bestandsgebäuden mit Baujahren von 1826 bis 2001 fand keinen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz. Ausreichend große Heizkörper liefen dort im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen wie Fußbodenheizungen.
Jede Antwort bringt 0 bis 3 Punkte. Antworten, die als kritisch markiert sind, heben wir im Ergebnis zusätzlich hervor, weil sie vor einer Entscheidung vor Ort geklärt werden sollten. Wir empfehlen keine bestimmte Marke oder Firma.
Wie du Hersteller und Geräte einordnest, liest du im Markenvergleich; was eine gute Einstellung ausmacht, in Wärmepumpe optimieren.
Persönliche Beratung gewünscht? Neutral und vor Ort berät die Energieberatung der Verbraucherzentrale – oft kostenlos oder stark vergünstigt. Für Planung, Einbau und Wartung ist ein Fachbetrieb deiner Wahl zuständig.
Zur EnergieberatungHäufige Fragen
Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau?
Oft ja. Im Feldtest des Fraunhofer ISE (Gebäude mit Baujahren von 1826 bis 2001) erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen im Durchschnitt eine Jahresarbeitszahl von 3,4, ein Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz war nicht erkennbar. Entscheidend ist, dass die Räume mit einer Vorlauftemperatur möglichst unter 55 °C warm werden.
Brauche ich für eine Wärmepumpe eine Fußbodenheizung?
Nein. Fußbodenheizungen sind ideal, aber ausreichend große Heizkörper funktionieren ebenfalls. Häufig genügt es, einzelne zu kleine Heizkörper zu tauschen.
Wie mache ich den 55-Grad-Test?
Begrenze im Winter die Vorlauftemperatur deiner jetzigen Heizung auf 50 bis 55 °C, stelle die Thermostate auf Stufe 3 und schalte die Nachtabsenkung aus. Werden nach 24 bis 72 Stunden alle Räume ausreichend warm, ist das Haus nach Einschätzung von Zukunft Altbau fit für eine Wärmepumpe.
Wie laut darf eine Wärmepumpe sein?
Maßgeblich ist der Schall am Fenster des Nachbarn, nicht direkt am Gerät. Nach TA Lärm gelten nachts im allgemeinen Wohngebiet 40 dB(A) und im reinen Wohngebiet 35 dB(A), gemessen 0,5 m vor dem geöffneten Fenster. Eine Schallberechnung für den Aufstellort schafft Klarheit.
Muss eine neue Wärmepumpe beim Netzbetreiber angemeldet werden?
Ja, wenn sie seit 2024 eingebaut wird und mehr als 4,2 kW Leistung hat. Dann gilt sie als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG. Die Anmeldung übernimmt der Installationsbetrieb, im Gegenzug bekommst du reduzierte Netzentgelte.
Der Check ersetzt keine Heizlastberechnung und keine Vor-Ort-Beratung.