A

AbtauungAbtauen, Enteisung, Heißgasabtauung, Kreislaufumkehr

Die Abtauung ist ein automatischer Vorgang, bei dem eine Luft-Wasser-Wärmepumpe Eis vom Verdampfer im Außengerät entfernt.

Laut energie-experten vereist der Verdampfer regelmäßig bei etwa −2 bis 5 °C und hoher Luftfeuchtigkeit. Bei der Heißgasabtauung kehrt ein Vier-Wege-Umschaltventil den Kältekreis um, und heißes Kältemittel taut das Eis von innen ab. Von Hand abtauen musst du nicht.

AnlagendruckWasserdruck, Systemdruck, Heizungsdruck

Der Anlagendruck ist der Wasserdruck im geschlossenen Heizkreis, abzulesen am Manometer oder im Display der Inneneinheit.

Einen allgemeingültigen Sollwert gibt es nicht, er steht in der Bedienungsanleitung. Die Anleitung der Buderus-Geräte WLW176i/186i nennt zum Beispiel 0,6 bar als Untergrenze und nennt höchstens 2 bar als Wert beim Auffüllen; bist du unsicher, übernimmt das der Fachbetrieb. Fällt der Druck immer wieder, können ein Leck, ein Ausdehnungsgefäß mit zu wenig Vordruck oder ein tropfendes Sicherheitsventil die Ursache sein.

AusdehnungsgefäßMAG, Membranausdehnungsgefäß, Druckausdehnungsgefäß

Das Membranausdehnungsgefäß nimmt das Wasser auf, das sich beim Erwärmen ausdehnt, und hält so den Druck im Heizkreis weitgehend konstant.

Im Gefäß trennt eine Gummimembran das Heizwasser von einem Stickstoffpolster mit einem Vordruck von typischerweise 0,5 bis 1,0 bar. Weil Stickstoff durch die Membran entweicht, sinkt der Vordruck mit der Zeit. Laut energie-experten ist nach DIN EN 12828 und DIN 4807-2 eine jährliche Wartung vorgesehen.

B

BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude)Bundesförderung effiziente Gebäude, BEG EM, BEG WG

Die BEG ist das Förderprogramm des Bundes für neue Heizungen, Heizungsoptimierung und Effizienzmaßnahmen an Gebäuden.

Sie besteht aus drei Teilprogrammen: Wohngebäude (BEG WG), Nichtwohngebäude (BEG NWG) und Einzelmaßnahmen (BEG EM). Laut BAFA ist die KfW für die Heizungsförderung zuständig, das BAFA für weitere Effizienzmaßnahmen wie die Gebäudehülle oder die Heizungsoptimierung.

Betriebsprüfung (§ 60a)Wärmepumpenprüfung, Prüfpflicht, Optimierungspflicht

Die Betriebsprüfung nach § 60a ist eine Pflichtprüfung für neue Wärmepumpen in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder Nutzungseinheiten.

Sie ist nach einer vollständigen Heizperiode, spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme fällig und umfasst unter anderem Heizkurve, hydraulischen Abgleich und Jahresarbeitszahl. Für Ein- und Zweifamilienhäuser gilt sie nicht, Warmwasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen sind ausgenommen. Das GModG hat das Verfahren laut ZVSHK „gestrafft“, die Einzelheiten sind noch nicht vollständig veröffentlicht.

BiotreppeBio-Treppe, Beimischpflicht, Stufenmodell

Die Biotreppe ist das Stufenmodell des GModG, nach dem neue Gas- und Ölheizungen ab 2029 steigende Anteile erneuerbarer Energien, etwa Bio-Brennstoffe, nutzen müssen.

Der Mindestanteil beträgt 10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035, 60 % ab 2040 und 100 % ab 2045. Die Biotreppe ersetzt die frühere 65-Prozent-Regel des GEG 2024. Als Möglichkeiten nennt die Verbraucherzentrale unter anderem Biomethan, Bioöl oder die Kombination mit Solarthermie.

BivalenzpunktBivalenztemperatur, monoenergetisch, monovalent, bivalent

Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, unterhalb der die Wärmepumpe die Heizlast nicht mehr allein deckt und ein zweiter Wärmeerzeuger zuschaltet.

Laut thermondo liegt er meist zwischen −2 und −8 °C. Der zweite Wärmeerzeuger ist oft ein elektrischer Heizstab (monoenergetischer Betrieb) oder bei Hybridanlagen ein Gas- oder Ölkessel. Deckt die Wärmepumpe den Bedarf ganz allein, spricht man von monovalentem Betrieb.

BzA (Bestätigung zum Antrag)Bestätigung zum Antrag, BnD, Bestätigung nach Durchführung

Die BzA ist das Dokument des Fachbetriebs oder Energieeffizienz-Experten, mit dem du den KfW-Heizungszuschuss 458 beantragst.

Laut KfW-Merkblatt enthält sie unter anderem die geplante Heizung, die geplanten förderfähigen Kosten und die Bestätigung, dass die technischen Mindestanforderungen eingehalten werden. Nach Abschluss der Arbeiten folgt die „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD). Beide stellt laut Merkblatt der Fachbetrieb oder der Energieeffizienz-Experte aus.

C

COP (Leistungszahl)Coefficient of Performance, Leistungszahl

Der COP ist das Verhältnis von abgegebener Wärme zu aufgenommenem Strom an einem festen Prüfpunkt der Wärmepumpe.

Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) nennt als Prüfpunkte zum Beispiel 35 °C oder 55 °C Heizwassertemperatur, gemessen nach EN 14511 oder EN 14825. Ein COP von 4 bedeutet: In diesem Betriebspunkt entstehen aus 1 kWh Strom 4 kWh Wärme. Über den Verbrauch im ganzen Jahr sagt der COP nichts, dafür gibt es die JAZ.

D

DichtheitskontrolleDichtheitsprüfung, Leckageprüfung

Die Dichtheitskontrolle ist die Prüfung des Kältekreises auf Leckagen, die die F-Gase-Verordnung ab 5 Tonnen CO₂-Äquivalent Füllmenge vorschreibt.

Von 5 bis unter 50 t CO₂e ist sie alle 12 Monate fällig, mit Leckage-Erkennungssystem alle 24 Monate. Laut Umweltbundesamt entsprechen 5 t CO₂e 7,41 kg R32 oder 2,40 kg R410A. Für hermetisch geschlossene Geräte gilt die Pflicht erst ab 10 t CO₂e. Propan (R290) ist kein F-Gas, dafür gibt es keine Prüfpflicht nach der Verordnung.

E

Energieeffizienz-ExperteEnergieberater, EEE, Energieeffizienz-Expertenliste

Energieeffizienz-Experten sind Energieberater, die in der Expertenliste der dena stehen und deshalb für Förderprogramme des Bundes tätig werden dürfen.

Die Liste koordiniert die Deutsche Energie-Agentur (dena) seit 2011 gemeinsam mit BMWE, BAFA und KfW. Laut dena waren im Dezember 2025 mehr als 22.800 Personen registriert. Gelistete Experten erstellen zum Beispiel einen iSFP oder begleiten BEG-Vorhaben. Für den reinen Heizungstausch ist ein Experte nicht vorgeschrieben, dort kann auch der Fachbetrieb die BzA ausstellen.

EnergielabelEU-Energielabel, Effizienzklasse, ErP-Label, Verbundanlagenlabel

Das EU-Energielabel ordnet Heizgeräte und Wärmepumpen in Effizienzklassen ein, bei neuen Geräten von A+++ bis D.

Laut Umweltbundesamt gilt die Kennzeichnungspflicht für Zentralheizgeräte seit dem 26.09.2015. Bei Wärmepumpen werden die Werte für 35 °C und 55 °C Vorlauftemperatur angegeben, dazu Heizleistung und Schallleistung. Kombinationen aus mehreren Komponenten erhalten ein eigenes Verbundanlagenlabel.

ErdsondeErdwärmesonde, Tiefenbohrung, Sondenbohrung

Eine Erdsonde ist ein senkrecht in ein Bohrloch eingebrachtes Rohr, durch das Sole zirkuliert und Wärme aus dem Erdreich aufnimmt.

Laut 42watt reichen Erdwärmesonden meist 50 bis 150 m tief, die Entzugsleistung liegt je nach Untergrund etwa zwischen 25 und 100 W pro Meter. Für die Bohrung ist eine wasserrechtliche Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde nötig, ab 100 m Tiefe je nach Bundesland zusätzlich das Bergrecht. In Wasserschutzgebieten kann die Bohrung abgelehnt werden.

EVU-SperreSperrzeit, EVU-Sperrzeit, Netzsperre

Die EVU-Sperre ist eine vom Energieversorger geschaltete Sperrzeit, in der eine Wärmepumpe mit altem Wärmepumpentarif keinen Strom bezieht.

Laut Buderus darf sie höchstens dreimal täglich für jeweils bis zu zwei Stunden aktiv sein. Für Anlagen, die seit 2024 neu angeschlossen werden, gilt stattdessen § 14a EnWG: Das Netz darf die Leistung nur drosseln, nicht ganz abschalten. Ältere Vereinbarungen bleiben laut stromvergleich.de bis zum 31.12.2028 bestehen.

ExpansionsventilDrosselventil, Entspannungsventil, EEV

Das Expansionsventil senkt im Kältekreis den Druck des flüssigen Kältemittels, bevor es wieder in den Verdampfer strömt.

Durch den Druckabfall kühlt das Kältemittel stark ab und kann im Verdampfer erneut Umweltwärme aufnehmen. Damit schließt sich der Kreislauf aus Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen und Entspannen, den der Bundesverband Wärmepumpe beschreibt.

F

F-Gase-VerordnungEU-F-Gas-Verordnung, F-Gas-VO, Verordnung (EU) 2024/573

Die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 regelt fluorierte Treibhausgase, darunter Kältemittel wie R32 und R410A, samt Prüfpflichten und schrittweisen Verboten.

Sie schreibt Dichtheitskontrollen ab 5 t CO₂-Äquivalent vor und erlaubt Arbeiten am Kältekreis nur zertifizierten Personen. Laut ELCO und Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik dürfen neue Monoblock-Wärmepumpen bis 50 kW und Luft-Wasser-Split-Geräte bis 12 kW mit F-Gasen ab einem GWP von 150 ab dem 01.01.2027 nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Bestehende Anlagen dürfen weiterlaufen und gewartet werden.

FernwärmeWärmenetz, Nahwärme

Fernwärme ist zentral erzeugte Wärme, die über gedämmte Rohrleitungen zu den Gebäuden geliefert wird und dort Heizung und Warmwasser versorgt.

Die Wärme stammt aus Heizkraftwerken, Industrieanlagen oder anderen zentralen Quellen, im Haus sitzt nur eine Übergabestation. Eine Anschlusspflicht entsteht laut stromvergleich.de nicht durch den Wärmeplan, sondern nur durch eine kommunale Satzung auf Grundlage des Landesrechts. Ob für deine Straße ein Netz geplant ist, zeigt die kommunale Wärmeplanung.

Frostschutzmittel (Sole)Glykol, Frostschutzkonzentration

Frostschutzmittel verhindert, dass die Sole im Erdreich-Kreislauf einer Sole-Wasser-Wärmepumpe bei niedrigen Temperaturen gefriert.

Laut 42watt besteht die Sole meist aus 25 bis 35 % Glykol in Wasser und ist damit bis etwa −15 bis −20 °C frostsicher. Konzentration und Druck der Sole gehören zur Wartung. Bei Luft-Wasser-Geräten schützt dagegen meist eine Frostschutzfunktion der Regelung das Heizwasser, die Details stehen in der Anleitung.

G

GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz)Gebäudemodernisierungsgesetz, neues Heizungsgesetz

Das Gebäudemodernisierungsgesetz ist das Heizungsgesetz, das seit dem 29.07.2026 das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024) ablöst.

Es wurde am 28.07.2026 im Bundesgesetzblatt verkündet, weitere Stufen folgen 2027, 2028 und 2030. Die Pflicht, neue Heizungen zu 65 % mit erneuerbaren Energien zu betreiben, ist entfallen. Für neue Gas- und Ölheizungen gilt stattdessen ab 2029 die Biotreppe.

Grundwasser-WärmepumpeWasser-Wasser-Wärmepumpe, Wasser/Wasser-Wärmepumpe, Brunnenanlage

Eine Grundwasser-Wärmepumpe nutzt die Wärme des Grundwassers, das über einen Förderbrunnen entnommen und über einen Schluckbrunnen zurückgeleitet wird.

Der Bundesverband Wärmepumpe nennt Grundwasser neben Luft und Erdreich als eine der gängigsten Wärmequellen. Für Förder- und Schluckbrunnen braucht es eine wasserrechtliche Erlaubnis der zuständigen Behörde.

GWP (Treibhauspotenzial)Global Warming Potential, Treibhauspotenzial, CO₂-Äquivalent

Das GWP gibt an, wie stark ein Gas im Vergleich zu CO₂ zur Erderwärmung beiträgt; CO₂ hat den Wert 1.

Laut ELCO und klimacraft hat R32 ein GWP von 675, R410A laut klimacraft 2.088. Für Propan (R290) nennt klimacraft ein GWP von 3, je nach Berechnungsgrundlage werden auch deutlich kleinere Werte angegeben. Füllmenge in kg mal GWP geteilt durch 1.000 ergibt das CO₂-Äquivalent in Tonnen, das über Prüfpflichten entscheidet.

H

HeizgrenzeHeizgrenztemperatur, Sommerabschaltung

Die Heizgrenze ist die mittlere Außentemperatur, unterhalb der die Heizung Wärme liefern muss und oberhalb der sie abschaltet.

In Deutschland ist laut Wikipedia der Rechenstandard 15 °C bei 20 °C Raumtemperatur üblich, gut gedämmte Häuser haben deutlich niedrigere Heizgrenzen. In der Regelung der Wärmepumpe ist die Heizgrenze ein Parameter, der sich meist anpassen lässt. Eine zu hoch eingestellte Heizgrenze lässt die Anlage im Frühjahr und Herbst unnötig laufen.

HeizkurveHeizkennlinie, Steilheit, Neigung

Die Heizkurve legt fest, welche Vorlauftemperatur die Regelung bei welcher Außentemperatur anfordert.

Sie hat zwei Stellgrößen: Die Steigung bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur bei sinkender Außentemperatur steigt, das Niveau verschiebt die ganze Kurve nach oben oder unten. Laut energie-experten sollte man sie nur in kleinen Schritten ändern und an kalten Tagen testen. Ist sie höher als nötig, steigt die Vorlauftemperatur und damit der Stromverbrauch.

HeizlastHeizlastberechnung, Normheizlast

Die Heizlast ist die Wärmeleistung in Kilowatt, die ein Gebäude am kältesten Auslegungstag braucht, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.

Sie wird nach DIN EN 12831-1 mit dem nationalen Beiblatt DIN/TS 12831-1 berechnet und ist die Grundlage für die Größe der Wärmepumpe. Nicht verwechseln solltest du sie mit dem Wärmebedarf in Kilowattstunden pro Jahr. 42watt nennt als grobe Richtwerte 30 bis 50 W/m² für Neubauten und 100 bis 160 W/m² für unsanierte Altbauten.

Heizstabelektrische Zusatzheizung, Elektroheizstab

Der Heizstab ist eine elektrische Zusatzheizung in der Wärmepumpe oder im Speicher, die Wärme direkt aus Strom erzeugt.

Laut energie-experten haben Heizstäbe in Einfamilienhäusern etwa 2,5 bis 10 kW. Sie springen unterhalb des Bivalenzpunkts, für die Legionellenschaltung oder im Notbetrieb ein. Im Fraunhofer-Feldtest übernahm der Heizstab bei Luft-Wasser-Anlagen nur 1,3 % der elektrischen Arbeit, ein deutlich höherer Anteil ist ein Grund zum Nachsehen.

HybridheizungHybridanlage, Hybrid-Wärmepumpe, bivalente Anlage

Eine Hybridheizung kombiniert eine Wärmepumpe mit einem zweiten Wärmeerzeuger, meist einem Gas-Brennwertkessel, der bei großer Kälte übernimmt.

Die Wärmepumpe deckt die Grundlast, der Kessel springt unterhalb des Bivalenzpunkts ein. Laut dem Ratgeberportal reduco nennt das GModG die Wärmepumpen-Hybridheizung als eigene Anlagenart. Den Klimageschwindigkeitsbonus der KfW gibt es für solche Anlagen laut reduco nicht, weil weiter ein fossiler Kessel im Haus betrieben wird.

Hydraulische WeicheWeiche, Entkopplung, Mischflasche

Eine hydraulische Weiche ist ein Behälter ohne bewegliche Teile, der den Kreislauf des Wärmeerzeugers vom Kreislauf der Heizflächen entkoppelt.

Sie wird eingesetzt, wenn beide Kreise unterschiedliche Wassermengen brauchen. Bei Wärmepumpen kann sie laut Gebäudeforum zu unerwünschter Rücklaufbeimischung oder zu kurzen Laufzeiten führen, wenn die Volumenströme nicht passen. Sie muss deshalb sorgfältig ausgelegt werden.

Hydraulischer AbgleichAbgleich, Heizungsabgleich

Beim hydraulischen Abgleich stellt ein Fachbetrieb die Ventile so ein, dass jeder Heizkörper oder Heizkreis genau die Wassermenge bekommt, die er braucht.

Ohne Abgleich bleiben entfernte Räume kalt, und oft wird die Heizkurve für das ganze Haus angehoben, was bei Wärmepumpen Effizienz kostet. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale nennt 5 bis 15 % Einsparung (Stand 03/2026). Dafür begrenzt der Fachbetrieb unter anderem die maximale Öffnung der Thermostatventile.

I

InverterInverter-Wärmepumpe, modulierende Wärmepumpe, drehzahlgeregelter Verdichter

Ein Inverter ist eine Leistungselektronik, die die Drehzahl des Verdichters stufenlos regelt, sodass die Wärmepumpe ihre Leistung an den Bedarf anpasst.

Solche Geräte heißen auch modulierende Wärmepumpen. Sie müssen seltener ein- und ausschalten als Geräte mit fester Drehzahl, was den Verdichter schont. Nach unten ist die Modulation begrenzt, laut 42watt oft bei etwa 30 % der Leistung; darunter beginnt die Anlage zu takten.

iSFP (individueller Sanierungsfahrplan)Sanierungsfahrplan, iSFP-Bonus, Energieberatung für Wohngebäude

Der iSFP ist ein von einem Energieeffizienz-Experten erstellter Plan, der die sinnvollen Sanierungsschritte für ein Gebäude und ihre Reihenfolge beschreibt.

Laut renewa fördert das BAFA die Beratung mit iSFP in Ein- und Zweifamilienhäusern mit 50 % des Honorars, höchstens 650 €. Wer eine Maßnahme aus dem iSFP umsetzt, bekommt bei BAFA-Einzelmaßnahmen einen Bonus von 5 %, seit dem 21.07.2026 aber erst auf den Teil der förderfähigen Kosten über 30.000 €. Prüfe die aktuellen Bedingungen direkt beim BAFA.

J

JAZ (Jahresarbeitszahl)Jahresarbeitszahl, Arbeitszahl, SPF

Die Jahresarbeitszahl ist die über ein Jahr erzeugte Wärme geteilt durch den dafür verbrauchten Strom einer Wärmepumpe im tatsächlichen Betrieb.

Eine JAZ von 3,0 bedeutet, dass aus 1 kWh Strom 3 kWh Wärme entstehen; für den KfW-Zuschuss muss die Anlage laut ADAC mindestens 3,0 erreichen. Im Feldtest des Fraunhofer ISE lagen Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittel bei 3,4, Erdreich-Wärmepumpen bei 4,3. Rechnerisch wird die JAZ nach VDI 4650-1 abgeschätzt, gemessen mit Strom- und Wärmemengenzähler.

K

KaskadeKaskadenschaltung, Wärmepumpenkaskade

Eine Wärmepumpenkaskade ist die Zusammenschaltung mehrerer Wärmepumpen, die eine gemeinsame Regelung je nach Bedarf zu- und abschaltet.

Sie wird vor allem in Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten eingesetzt, wo der Wärmebedarf stark schwankt. Fällt ein Gerät aus oder wird gewartet, liefern die anderen weiter Wärme. Laut Wolf ist eine Kaskade etwa ab fünf bis sechs Wohneinheiten sinnvoll.

KfW 458Heizungsförderung, KfW-Zuschuss 458, Zuschuss 458

KfW 458 ist der Zuschuss der KfW für eine neue klimafreundliche Heizung wie eine Wärmepumpe in Wohngebäuden, Teil der BEG.

Seit dem 21.07.2026 gelten 30 % Grundförderung plus Boni, bei förderfähigen Kosten von bis zu 28.000 € für die erste Wohneinheit. Die Summe ist laut KfW-Merkblatt grundsätzlich auf 70 % gedeckelt, nur bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € auf 80 %. Laut ADAC sinkt die Grundförderung im ersten Quartal 2027 auf 15 %.

KlimageschwindigkeitsbonusKGB

Der Klimageschwindigkeitsbonus ist ein Zuschlag im KfW-Programm 458 für selbstnutzende Eigentümer, die eine alte fossile Heizung früh ersetzen.

Er beträgt bis zum 31.01.2027 16 % und sinkt dann jedes halbe Jahr um 4 Prozentpunkte, ab dem 01.08.2028 entfällt er. Voraussetzung ist der Tausch zum Beispiel einer Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung. Vermieter erhalten ihn nicht.

Kommunale WärmeplanungWärmeplanung, Wärmeplan, WPG, Wärmeplanungsgesetz

Die kommunale Wärmeplanung zeigt, wie eine Gemeinde künftig mit Wärme versorgt werden soll, etwa über Wärmenetze oder dezentrale Heizungen.

Nach dem Wärmeplanungsgesetz müssen Gemeinden über 100.000 Einwohner ihren Plan bis Ende Juni 2026 vorlegen, kleinere bis Ende Juni 2028. Laut Bundeswirtschaftsministerium ist der Wärmeplan rechtlich unverbindlich und begründet für Bürger keine Pflichten. Seit dem GModG hängt die Heizungswahl nicht mehr von der Wärmeplanung ab.

KondensatKondenswasser, Tauwasser, Kondensatablauf

Kondensat ist das Wasser, das sich am Verdampfer einer Luft-Wasser-Wärmepumpe aus der Außenluft niederschlägt oder beim Abtauen entsteht.

Laut klimeo fallen in einem typischen Einfamilienhaus täglich etwa 5 bis 20 Liter an, in feuchten Phasen bis zu 40 Liter. Das Wasser muss frostsicher abfließen, sonst droht Eis am Gerät oder Glätte auf dem Weg. Wasser unter dem Außengerät ist deshalb in aller Regel kein Defekt.

KältemittelArbeitsmittel, Kältemittelkreis

Das Kältemittel ist der Stoff, der im geschlossenen Kältekreis der Wärmepumpe zirkuliert und durch Verdampfen und Verflüssigen Wärme transportiert.

Gängig sind heute Propan (R290), R32 und in älteren Geräten R410A. Sie unterscheiden sich vor allem im Treibhauspotenzial (GWP) und in der Brennbarkeit. Laut ADAC fördert die KfW ab dem 01.01.2028 nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln wie Propan oder CO₂.

L

Legionellenschaltungthermische Desinfektion, Legionellenschutz, Antilegionellenfunktion

Die Legionellenschaltung heizt den Warmwasserspeicher zeitweise stark auf, um Legionellen abzutöten; für eine thermische Desinfektion nennt Dimplex mindestens 70 °C.

Das DVGW-Arbeitsblatt W 551 empfiehlt für Ein- und Zweifamilienhäuser eine Speichertemperatur von 60 °C und nennt Temperaturen unter 50 °C als zu vermeiden. Die hohe Temperatur für die thermische Desinfektion liefert oft der Heizstab. Wie oft sie laufen soll, legst du am besten mit dem Fachbetrieb fest.

Luft-Wasser-WärmepumpeLuftwärmepumpe, Luft/Wasser-Wärmepumpe, Außenluft-Wärmepumpe

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie an das Heizungswasser für Heizkörper, Fußbodenheizung und Warmwasser ab.

Anders als bei Erdreich- oder Grundwasser-Wärmepumpen sind keine Bohrung und kein Brunnen nötig. Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Luft-Wasser-Anlagen eine JAZ zwischen 2,6 und 4,9, im Mittel 3,4. Es gibt sie als Monoblock- oder Split-Gerät.

M

MagnetitabscheiderMagnetitfilter, Schlammabscheider, Schlamm- und Magnetitabscheider

Ein Magnetitabscheider filtert mit einem Magneten und beruhigter Strömung Schlamm und Metallpartikel aus dem Heizungswasser.

Laut heizung.de schützt er vor allem Hocheffizienzpumpen und die engen Kanäle moderner Wärmetauscher vor Ablagerungen. Nach dem Einbau ist eine erste Reinigung innerhalb eines Monats ratsam, später je nach Verschmutzung alle 6 bis 12 Monate. Das Reinigen gehört meist zur Wartung.

Monoblock-WärmepumpeMonoblock, Kompaktgerät, Monoblockgerät

Eine Monoblock-Wärmepumpe ist ein Luft-Wasser-Gerät, bei dem der gesamte Kältekreis hermetisch geschlossen in einer Einheit sitzt.

Mit dem Haus ist sie nur über Wasserleitungen verbunden. Laut Bosch ist für den Anschluss deshalb kein Kälteschein nötig, anders als bei Split-Geräten. Alle Geräte in unserem Markenvergleich sind Monoblock-Geräte mit Propan (R290).

N

NachtabsenkungAbsenkbetrieb, Nachtbetrieb, ECO-Betrieb

Die Nachtabsenkung ist eine Einstellung, bei der die Heizung nachts mit niedrigerer Solltemperatur läuft.

Bei trägen Fußboden- oder Wandflächenheizungen hält die Energieberatung der Verbraucherzentrale eine Nachtabsenkung für weniger sinnvoll. Die Raumtemperatur sollte laut Verbraucherzentrale nicht unter 16 °C fallen, um Schimmel zu vermeiden. Ob eine Absenkung bei deiner Wärmepumpe Strom spart, hängt von Gebäude und Heizflächen ab; probiere Änderungen nur schrittweise aus.

NormaußentemperaturNorm-Außentemperatur, Auslegungsaußentemperatur, NAT

Die Normaußentemperatur ist die ortsabhängige Außentemperatur, mit der die Heizlast eines Gebäudes berechnet wird.

Nach DIN/TS 12831-1 beruht sie auf dem kältesten Zwei-Tages-Mittel, das statistisch alle zwei Jahre auftritt, ermittelt aus Wetterdaten von 1995 bis 2012. Für Berlin-Mitte nennt haustechnikverstehen.de −11,2 °C. Die Wärmepumpe wird so ausgelegt, dass sie bei dieser Temperatur das Haus noch warm hält, gegebenenfalls mit Zusatzheizung.

P

PufferspeicherPuffer, Heizungspuffer, Trennspeicher

Ein Pufferspeicher ist ein gedämmter Wassertank, der Heizwärme der Wärmepumpe zwischenspeichert und bei Bedarf wieder abgibt.

Er verlängert die Laufzeiten, überbrückt Sperrzeiten und hilft, PV-Strom als Wärme zu speichern. Nötig ist er nicht immer: Laut Gebäudeforum verlangt die VDI 4645 keinen Puffer, wenn mindestens 3 Liter je kW Heizleistung ständig durchströmtes Anlagenvolumen vorhanden sind. Ein zu großer Puffer erhöht die Wärmeverluste.

PV-EigenverbrauchEigenverbrauchsquote, Solarstrom-Eigennutzung, Autarkiegrad

PV-Eigenverbrauch ist der Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im eigenen Haushalt genutzt statt ins Netz eingespeist wird.

Laut energie-experten liegt die Eigenverbrauchsquote ohne Optimierung meist bei 25 bis 35 %, mit Stromspeicher, Wärmepumpe oder E-Auto sind über 70 % möglich. Eine Wärmepumpe mit SG-Ready-Schnittstelle kann bei Solarüberschuss gezielt Wärme speichern. Der Autarkiegrad beschreibt dagegen, welcher Anteil deines Verbrauchs aus eigener Erzeugung stammt.

R

R290 (Propan)Propan, natürliches Kältemittel, Propan-Wärmepumpe

R290 ist die Kältemittelbezeichnung für Propan, ein natürliches, brennbares Kältemittel mit sehr geringem Treibhauspotenzial.

Propan ist kein fluoriertes Treibhausgas, Dichtheitskontrollen nach der F-Gase-Verordnung entfallen deshalb. Weil es brennbar (Sicherheitsgruppe A3) und schwerer als Luft ist, gilt um das Außengerät ein Schutzbereich ohne Zündquellen; die Maße stehen in der Installationsanleitung und richten sich nach DIN EN 378. Alle Geräte in unserem Markenvergleich arbeiten mit R290.

R32Difluormethan, HFKW-32

R32 ist ein fluoriertes Kältemittel (Difluormethan) mit einem GWP von 675, das vor allem in Split-Wärmepumpen verbreitet ist.

Es ist schwach brennbar (Sicherheitsgruppe A2L). Laut Umweltbundesamt ist eine Dichtheitskontrolle ab 7,41 kg Füllmenge Pflicht, übliche Einfamilienhaus-Geräte liegen meist darunter. Neue Monoblock-Geräte bis 50 kW und Luft-Wasser-Split-Geräte bis 12 kW mit R32 dürfen laut ELCO und Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik ab 2027 nicht mehr in Verkehr gebracht werden, bestehende Anlagen dürfen weiterlaufen.

RücklauftemperaturRücklauf, RL-Temperatur

Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des abgekühlten Heizwassers, das von den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung zur Wärmepumpe zurückfließt.

Der Abstand zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur heißt Spreizung. Ein ungewöhnlich warmer Rücklauf kann laut Verbraucherzentrale ein Hinweis auf einen fehlenden hydraulischen Abgleich sein. Auch eine falsch eingebundene hydraulische Weiche oder ein Überströmventil können den Rücklauf aufheizen und die Effizienz senken.

S

Schallleistung und SchalldruckSchallleistungspegel, Schalldruckpegel, LWA, dB(A)

Die Schallleistung beschreibt, wie viel Schall ein Gerät insgesamt abgibt; der Schalldruck, wie laut es an einem bestimmten Ort ankommt.

Im Datenblatt steht meist der Schallleistungspegel, er hängt nicht vom Abstand ab. Der Schalldruck sinkt im Freien laut Paradigma um rund 6 dB, wenn sich der Abstand verdoppelt. Für die Nachbarschaft zählen die Richtwerte der TA Lärm am Immissionsort, also meist am nächsten Fenster.

SchmutzfängerSchmutzsieb, Filter, Heizungsfilter

Ein Schmutzfänger ist ein Sieb im Heizkreis, das Partikel aus dem Heizungswasser zurückhält und so Pumpe und Wärmetauscher schützt.

Setzt er sich zu, sinkt der Durchfluss, und die Wärmepumpe kann eine Störung melden. Das Reinigen gehört zur Wartung. Selbst reinigen solltest du ihn nur, wenn die Bedienungsanleitung das ausdrücklich erlaubt, weil dafür Absperrhähne geschlossen werden und Wasser austreten kann.

SCOPSeasonal Coefficient of Performance, saisonale Leistungszahl

Der SCOP ist die jahreszeitbedingte Leistungszahl einer Wärmepumpe, berechnet nach EN 14825 für eine genormte Heizsaison.

Er eignet sich laut Bundesverband Wärmepumpe zum Vergleich von Geräten unter gleichen Bedingungen, sagt aber nichts über die Effizienz in deinem Haus. Datenblätter nennen meist einen SCOP für 35 °C und einen für 55 °C Vorlauftemperatur. Was deine Anlage wirklich schafft, zeigt die JAZ.

SG ReadySmart Grid Ready, SG-Ready-Schnittstelle

SG Ready ist ein Label des Bundesverbands Wärmepumpe für Wärmepumpen, deren Regelung Signale von außen verarbeiten kann, etwa von Netzbetreiber oder PV-Anlage.

Über die Schnittstelle lassen sich Betriebszustände schalten, von gesperrtem oder reduziertem Betrieb über Normalbetrieb bis zu verstärktem Betrieb, zum Beispiel bei Solarüberschuss. So kann die Wärmepumpe PV-Strom als Wärme im Speicher oder im Haus nutzen. Das Label bezieht sich laut BWP auf die Baureihe samt Regelungstechnik.

SicherheitsventilÜberdruckventil, SV, Membran-Sicherheitsventil

Das Sicherheitsventil öffnet bei zu hohem Druck im Heizkreis und lässt Wasser ab, damit Leitungen und Bauteile nicht beschädigt werden.

Laut thermondo lösen Membran-Sicherheitsventile in Einfamilienhäusern typischerweise bei 2,5 oder 3 bar aus. Tropft das Ventil ständig, kann es defekt sein oder ein anderes Bauteil, etwa das Ausdehnungsgefäß, hat ein Problem. Prüfung und Tausch sind Sache des Fachbetriebs.

Smart Meter (intelligentes Messsystem)intelligentes Messsystem, iMSys, Smart-Meter-Gateway

Ein Smart Meter ist ein digitaler Stromzähler mit Kommunikationseinheit (Smart-Meter-Gateway), der Verbrauchsdaten sicher übertragen und Steuersignale empfangen kann.

Laut Wolf brauchen Wärmepumpen über 4,2 kW als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG ein Smart Meter. Laut ADAC muss eine neu geförderte Wärmepumpe an ein intelligentes Messsystem angebunden sein. Die jährlichen Kosten sind laut Wolf gesetzlich gedeckelt, etwa auf 40 € bei 6.000 bis 10.000 kWh Verbrauch.

SoleWärmeträgerflüssigkeit, Glykol-Wasser-Gemisch

Sole ist die frostgeschützte Flüssigkeit, die in Erdsonden oder Erdkollektoren zirkuliert und die Erdwärme zur Wärmepumpe transportiert.

Meist ist es ein Gemisch aus Wasser und Glykol, laut 42watt mit 25 bis 35 % Glykolanteil. Die Temperatur im Erdreich liegt bei Erdsonden laut 42watt ganzjährig bei etwa 8 bis 12 °C. Konzentration und Druck der Sole werden bei der Wartung geprüft.

Sole-Wasser-WärmepumpeErdwärmepumpe, Erdreich-Wärmepumpe, Sole/Wasser-Wärmepumpe

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt über Erdsonden oder Erdkollektoren die Wärme des Erdreichs und gibt sie an das Heizungswasser ab.

Weil das Erdreich im Winter wärmer ist als die Luft, arbeitet sie meist effizienter: Im Fraunhofer-Feldtest lag die JAZ zwischen 3,6 und 5,4, im Mittel bei 4,3. Dafür kommen Kosten für Bohrung oder Kollektor hinzu. Außerdem braucht es Genehmigungen und ein geeignetes Grundstück.

Split-WärmepumpeSplit-Gerät, Splitgerät, Split-System

Eine Split-Wärmepumpe besteht aus einer Außen- und einer Inneneinheit, die über Kältemittelleitungen verbunden sind.

Die Wärme wird in der Inneneinheit an das Heizungswasser übergeben. Laut Bosch dürfen die Kältemittelleitungen nur Fachkräfte mit Kälteschein verlegen und prüfen. Viele Split-Geräte arbeiten mit R32, für das ab 2027 bei neuen Luft-Wasser-Split-Geräten bis 12 kW ein Verbot des Inverkehrbringens gilt.

SpreizungTemperaturspreizung, Delta T, ΔT

Die Spreizung ist der Temperaturunterschied zwischen Vorlauf und Rücklauf im Heizkreis, angegeben in Kelvin.

Laut 42watt empfiehlt der Bundesverband Wärmepumpe auf der Heizungsseite 5 bis 7 K, Gas- und Ölkessel arbeiten dagegen oft mit 15 bis 20 K. Eine kleine Spreizung setzt einen ausreichend hohen Wasserdurchfluss voraus. Eine zu große Spreizung kann auf verstopfte Filter oder geschlossene Ventile hinweisen.

T

TaktungTakten, Kurztakten, Hysterese

Taktung bedeutet, dass der Verdichter einer Wärmepumpe sehr häufig startet und nach kurzer Laufzeit wieder abschaltet.

Ursachen sind oft eine zu große Anlage, eine zu hohe Heizkurve, zu wenig Wasserdurchfluss oder eine zu enge Hysterese, also der Schaltabstand der Regelung. Als grobe Orientierung nennt 42watt Laufzeiten unter fünf Minuten als kritisch, das ist ein Erfahrungswert und keine Norm. Das Fraunhofer ISE fand bei einigen Anlagen sehr hohe Schalthäufigkeiten.

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VerdampferLamellenwärmetauscher, Wärmeübertrager

Der Verdampfer ist der Wärmetauscher, in dem das Kältemittel Wärme aus Luft, Erdreich oder Wasser aufnimmt und dabei verdampft.

Bei Luft-Wasser-Geräten sitzt er als Lamellenpaket im Außengerät und muss frei angeströmt werden. Laub, Schmutz oder Eis auf den Lamellen verschlechtern die Wärmeaufnahme. Die Lamellen reinigst du nur von außen, ohne das Gehäuse zu öffnen, bei vollständig abgeschalteter Anlage und vorsichtig mit einer weichen Bürste.

VerdichterKompressor, Scrollverdichter, Rollkolbenverdichter

Der Verdichter saugt das gasförmige Kältemittel an und presst es auf einen höheren Druck, wodurch seine Temperatur steigt.

Er ist das Herz der Wärmepumpe und wird elektrisch angetrieben; laut energie-experten steigt sein Stromverbrauch ab etwa 50 °C Heiztemperatur deutlich. Laut energie-experten sind Scrollverdichter die in Wärmepumpen am häufigsten genutzte Bauart. Häufiges Takten belastet den Verdichter und kann seine Lebensdauer verkürzen.

VerflüssigerKondensator, Plattenwärmetauscher

Der Verflüssiger ist der Wärmetauscher, in dem das heiße Kältemittelgas seine Wärme an das Heizungswasser abgibt und dabei wieder flüssig wird.

Er liegt im Kältekreis zwischen Verdichter und Expansionsventil. Bei außen aufgestellten Monoblock-Geräten sitzt er im Außengerät, bei Split-Geräten in der Inneneinheit. Ablagerungen im Heizungswasser können ihn zusetzen, deshalb schützen Schmutzfänger und Magnetitabscheider den Wärmetauscher.

VorlauftemperaturVorlauf, VL-Temperatur

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das von der Wärmepumpe zu den Heizkörpern oder in die Fußbodenheizung fließt.

Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe: Laut Buderus spart jedes Grad weniger bis zu 2,5 % Strom. Buderus nennt Vorlauftemperaturen von 30 bis 35 °C als besonders effizient und je nach Gebäude 50 bis 55 °C als noch wirtschaftlich. Ausreichend große Heizkörper kommen laut Fraunhofer ISE oft mit ähnlich niedrigen Temperaturen aus wie Flächenheizungen.

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Warmwasser-WärmepumpeBrauchwasserwärmepumpe, Trinkwasserwärmepumpe, WWWP

Eine Warmwasser-Wärmepumpe erzeugt nur warmes Trinkwasser, nicht Heizwärme, und nutzt dafür meist die Raumluft als Wärmequelle.

Sie besteht aus einer kleinen Wärmepumpe und einem Speicher. Laut einem Herstellerratgeber (Bosch) reicht ein 200-Liter-Speicher für einen Haushalt mit etwa drei bis vier Personen. Von der Betriebsprüfung nach § 60a sind Warmwasser-Wärmepumpen ausgenommen.

WartungspflichtWartungsintervall, Betreiberpflicht, § 60

Für Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern gibt es in Deutschland keine gesetzliche Pflicht zur jährlichen Wartung.

§ 60 (bisher GEG, jetzt GModG) verlangt nur, wichtige Anlagenteile „regelmäßig“ zu warten, ohne festes Intervall. Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine Kontrolle jährlich bis alle zwei Jahre (Stand 04/2026). Praktisch verbindlich wird die jährliche Wartung oft durch die Bedingungen verlängerter Herstellergarantien.

WartungsprotokollWartungsnachweis, Anlagenbuch, Prüfprotokoll

Das Wartungsprotokoll dokumentiert, was der Fachbetrieb bei der Wartung geprüft, gemessen und eingestellt hat.

Es enthält Messwerte, erledigte Arbeiten und Empfehlungen. Für verlängerte Herstellergarantien ist es oft der Nachweis der vorgeschriebenen Wartung, etwa bei der Buderus-Systemgarantie mit höchstens 16 Monaten zwischen zwei Terminen. Bei prüfpflichtigen Anlagen nach der F-Gase-Verordnung müssen Kontrollen mindestens fünf Jahre aufbewahrt werden.

WärmemengenzählerWärmezähler, WMZ, JAZ-Messung

Ein Wärmemengenzähler misst die Wärme, die eine Anlage an den Heizkreis oder Speicher abgibt, und ist die Basis für eine gemessene JAZ.

Er erfasst Durchfluss sowie Vorlauf- und Rücklauftemperatur und rechnet daraus die Wärmemenge in Kilowattstunden. Zusammen mit einem eigenen Stromzähler für die Wärmepumpe ergibt sich die Jahresarbeitszahl. Viele Geräte zeigen eine Wärmemenge auch im Display an; wie genau dieser Wert ist, hängt vom Gerät ab.

WärmepumpentarifWärmepumpenstrom, Heizstromtarif, WP-Tarif

Ein Wärmepumpentarif ist ein vergünstigter Stromtarif für Wärmepumpen, für den oft ein separater Zähler nötig ist.

Bei älteren Verträgen nahm man dafür Sperrzeiten des Energieversorgers in Kauf, die EVU-Sperre. Für Anlagen, die seit 2024 angeschlossen werden, regelt § 14a EnWG die Steuerung und die reduzierten Netzentgelte. Die Preise unterscheiden sich stark je nach Anbieter und Region, ein Vergleich lohnt sich.

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§ 14a EnWGParagraf 14a, steuerbare Verbrauchseinrichtung, Netzentgeltreduzierung

§ 14a EnWG erlaubt Netzbetreibern, neue Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 kW bei Netzengpässen zu drosseln, und gewährt dafür reduzierte Netzentgelte.

Er gilt für steuerbare Verbrauchseinrichtungen, die seit dem 01.01.2024 in Betrieb gehen. Eine komplette Abschaltung ist nicht erlaubt, 4,2 kW Leistung bleiben immer verfügbar. Als Ausgleich wählst du ein Modul: eine jährliche Pauschale (Modul 1), einen um 60 % reduzierten Netzentgelt-Arbeitspreis mit separatem Zähler (Modul 2) oder zusätzlich zeitvariable Netzentgelte (Modul 3).

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ÜberströmventilDifferenzdruck-Überströmventil, Bypassventil

Ein Überströmventil öffnet bei zu hohem Differenzdruck und leitet Heizwasser vom Vorlauf direkt in den Rücklauf.

So sichert es den Mindestvolumenstrom der Wärmepumpe, wenn viele Heizkörperventile geschlossen sind. Laut Gebäudeforum ist die richtige Einstellung entscheidend und das Ventil kann nach Jahren verkalken. Öffnet es zu früh, fließt warmes Wasser an den Heizkörpern vorbei und die Effizienz sinkt.

Persönliche Beratung gewünscht? Neutral und vor Ort berät die Energieberatung der Verbraucherzentrale – oft kostenlos oder stark vergünstigt. Für Planung, Einbau und Wartung ist ein Fachbetrieb deiner Wahl zuständig.

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