Seit dem 29.07.2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz, die KfW-Förderung sinkt ab Februar 2027 schrittweise, und viele Ratgeber im Netz sind nicht mehr aktuell. Auf dieser Seite beantworten wir die häufigsten Fragen in wenigen Sätzen, mit dem Stand September 2026. Der erste Satz jeder Antwort ist die Kurzfassung. Genauere Angaben und alle Quellen findest du in den verlinkten Artikeln.
Grundlagen & Funktion
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe nimmt Wärme aus der Umgebung auf, also aus Außenluft, Erdreich oder Grundwasser, und bringt sie mit Hilfe von Strom auf eine Temperatur, mit der sich heizen lässt. Dafür zirkuliert ein Kältemittel in einem geschlossenen Kreislauf. Es verdampft, wird im Verdichter komprimiert und dadurch wärmer, gibt die Wärme an das Heizungswasser ab und wird danach wieder entspannt. Mehr dazu: Wärmepumpen im Vergleich
Was ist die Jahresarbeitszahl (JAZ)?
Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe im Jahr aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. Bei einer JAZ von 3,0 entstehen aus 1 kWh Strom also 3 kWh Wärme. Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) aus dem Datenblatt ist dagegen ein unter Normbedingungen ermittelter Wert. Die JAZ misst, was die Anlage im eigenen Haus tatsächlich leistet. Mehr dazu: Wärmepumpe optimieren
Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
Technisch funktioniert eine Wärmepumpe auch in vielen älteren Häusern effizient. In einem Feldtest des Fraunhofer ISE mit 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden (Pressemitteilung vom 03.11.2025) erreichten Luft/Wasser-Geräte im Mittel eine JAZ von 3,4, Erdreich-Wärmepumpen von 4,3. Ob sich der Tausch für dich finanziell lohnt, hängt nach unserer Einschätzung vor allem von Wärmebedarf, Heizflächen, Strompreis und Förderung ab. Mehr dazu: Wärmepumpe optimieren
Brauche ich eine Fußbodenheizung für eine Wärmepumpe?
Nein, eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung. Laut Fraunhofer ISE lassen sich ausreichend groß bemessene Heizkörper im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betreiben wie Flächenheizungen. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur, also die Temperatur des Heizwassers, das zu den Heizkörpern fließt. Buderus nennt Vorlauftemperaturen bis 35 °C als besonders effizient und je nach Gebäude bis 50 bis 55 °C als wirtschaftlich möglich. Mehr dazu: Wärmepumpe optimieren
Wie laut ist eine Wärmepumpe?
Die Außengeräte aktueller Luft/Wasser-Wärmepumpen haben laut Herstellerangaben eine Schallleistung von etwa 42 bis 60 dB(A), je nach Modell, Größe und Betriebspunkt (Datenblattwerte, Stand 09/2026). Die Schallleistung beschreibt, wie viel Schall das Gerät abgibt, nicht, wie laut es am Nachbarfenster ankommt. Dort gelten die Richtwerte der TA Lärm: nachts 35 dB(A) im reinen und 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet, tagsüber 50 bzw. 55 dB(A). Mehr dazu: Wärmepumpen im Vergleich
Wie lange hält eine Wärmepumpe?
Die Richtlinie VDI 2067 setzt für elektrische Wärmepumpen eine rechnerische Nutzungsdauer von 20 Jahren an. Das ist eine Rechengröße für Wirtschaftlichkeitsberechnungen, keine Garantie. Das Fachportal energie-experten nennt für Luft-Wärmepumpen 10 bis 20 Jahre und für Erdreich-Wärmepumpen 25 bis 30 Jahre (Stand 06/2023). Regelmäßige Wartung und eine Einstellung ohne ständiges Takten helfen, den Verdichter zu schonen. Mehr dazu: Wartungspflicht und Intervall
Was bedeutet R290 bei einer Wärmepumpe?
R290 ist die Bezeichnung für Propan, ein natürliches Kältemittel, das kein fluoriertes Treibhausgas ist. Alle sechs Luft/Wasser-Geräte in unserem Marktüberblick arbeiten damit. Laut ADAC fördert die KfW ab dem 01.01.2028 nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln. Weil Propan brennbar ist, legen die Hersteller um das Außengerät einen Schutzbereich fest, in dem keine Zündquellen sein dürfen; die Maße stehen in der Installationsanleitung. Mehr dazu: Wärmepumpen im Vergleich
Kosten & Förderung
Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?
Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe kostet mit Einbau nach Marktrichtwerten für 2026 meist 18.000 bis 28.000 Euro, eine Erdwärmepumpe (Sole/Wasser) 28.000 bis 40.000 Euro (42watt, Stand 08/2026). Die Verbraucherplattform co2online nennt als Beispielwerte etwa 22.500 Euro für eine Luftwärmepumpe mit Speicher, Wärmemengenzähler und Pumpe sowie 28.500 Euro für eine Erdwärmepumpe einschließlich Bohrung. Was dein Haus tatsächlich kostet, zeigt nur ein Angebot nach Besichtigung. Mehr dazu: Förderung 2026 und GModG
Wie viel Zuschuss vom Staat gibt es 2026 für eine Wärmepumpe?
Die KfW zahlt über den Zuschuss 458 derzeit eine Grundförderung von 30 Prozent der förderfähigen Kosten; laut ADAC sinkt sie zum ersten Quartal 2027 auf 15 Prozent. Selbstnutzende Eigentümer können zusätzlich einen Einkommensbonus von bis zu 40 Prozent und beim Austausch einer alten fossilen Heizung einen Klimageschwindigkeitsbonus von derzeit 16 Prozent erhalten. Insgesamt ist die Förderung auf 80 Prozent gedeckelt, und für die erste Wohneinheit sind bis zum 31.01.2027 höchstens 28.000 Euro förderfähig. Mehr dazu: Förderung 2026 und GModG
Was ändert sich bei der Förderung ab Februar 2027?
Ab dem 01.02.2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 auf 12 Prozent, danach halbjährlich weiter, bis er ab dem 01.08.2028 entfällt. Die Grundförderung sinkt laut ADAC zum ersten Quartal 2027 von 30 auf 15 Prozent; ein genauer Stichtag stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Die förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit sinken ab dann jedes halbe Jahr um 750 Euro, bis sie ab dem 01.08.2030 bei 22.000 Euro liegen. Im ersten Quartal 2027 soll ein Wertschöpfungsbonus von 15 Prozent für in der EU gefertigte Wärmepumpen hinzukommen. Mehr dazu: Förderung 2026 und GModG
Wann muss ich den Förderantrag stellen?
Der Antrag muss bei der KfW eingehen, bevor die Arbeiten beginnen. Den Vertrag mit dem Fachbetrieb darfst du vorher unterschreiben, wenn er eine Klausel enthält, die ihn an die Förderzusage bindet. Die Bearbeitung dauert laut ADAC meist 2 bis 8 Wochen, danach hast du 36 Monate Zeit für Einbau und Inbetriebnahme. Mehr dazu: Förderung 2026 und GModG
Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?
Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe entspricht ungefähr dem bisherigen Heizenergieverbrauch in Kilowattstunden geteilt durch die erwartete Jahresarbeitszahl; so empfiehlt die Verbraucherzentrale die Abschätzung. Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: 20.000 kWh Wärmebedarf geteilt durch eine JAZ von 3,4 ergibt rund 5.900 kWh Strom im Jahr. Wie viel das kostet, hängt zusätzlich vom Stromtarif ab; spezielle Wärmepumpentarife setzen in der Regel einen separaten Zähler voraus. Mehr dazu: Wärmepumpe optimieren
Kann ich den KfW-Zuschuss mit einem Steuerbonus kombinieren?
Nein, für den Einbau musst du dich zwischen KfW-Zuschuss und steuerlicher Förderung energetischer Sanierungen entscheiden. Auch die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen nach § 35a EStG ist für öffentlich geförderte Maßnahmen ausgeschlossen. Für die spätere Wartung kannst du die Arbeitskosten dagegen nach § 35a EStG geltend machen, 2026 mit 20 Prozent und höchstens 1.200 Euro Steuerermäßigung im Jahr. Eine Kürzung ab 2027 hat die Bundesregierung vorgeschlagen, beschlossen war sie bei Redaktionsschluss noch nicht. Mehr dazu: Wartungskosten und Garantie
Gesetz (GModG)
Was ist das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)?
Das GModG ist das neue Heizungsgesetz, das seit dem 29.07.2026 das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablöst. Es wurde am 28.07.2026 im Bundesgesetzblatt verkündet. Seine erste Stufe gilt seit dem Folgetag, weitere Teile treten 2027, 2028 und 2030 in Kraft. Mehr dazu: Förderung 2026 und GModG
Muss ich nach dem neuen Heizungsgesetz eine Wärmepumpe einbauen?
Nein, seit dem 29.07.2026 darfst du deine neue Heizung wieder frei wählen. Das GModG hat die Pflicht gestrichen, neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Auch die Pflichtberatung vor dem Einbau einer fossilen Heizung ist entfallen. Mehr dazu: Förderung 2026 und GModG
Darf ich noch eine neue Gas- oder Ölheizung einbauen?
Ja, aber neue Gas- und Ölheizungen müssen ab 2029 einen steigenden Anteil an Bio-Brennstoffen nutzen. Diese sogenannte Biotreppe beginnt mit 10 Prozent im Jahr 2029 und steigt auf 15 Prozent 2030, 30 Prozent 2035, 60 Prozent 2040 und 100 Prozent 2045. Der ADAC weist deshalb auf Kostenrisiken beim Neueinbau fossiler Heizungen hin. Mehr dazu: Förderung 2026 und GModG
Darf meine alte Heizung weiterlaufen?
Ja, bestehende Gas- und Ölheizungen dürfen weiter betrieben werden. Ist eine Heizung nicht mehr zu reparieren, darfst du laut Verbraucherzentrale 12 Monate lang ein Ersatzgerät nutzen, bis die dauerhafte Lösung eingebaut ist. Mehr dazu: Förderung 2026 und GModG
Gilt die 65-Prozent-Regel noch für die Förderung?
Ja, für den KfW-Zuschuss muss die Wärme nach dem Einbau laut ADAC weiterhin zu mindestens 65 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. Das ist eine Förderbedingung, keine gesetzliche Pflicht mehr. Hinzu kommen technische Vorgaben wie eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 und ein Eintrag auf der Förderliste des BAFA. Mehr dazu: Förderung 2026 und GModG
Gibt es eine gesetzliche Prüfpflicht für Wärmepumpen?
Für Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es keine gesetzliche Betriebsprüfung für Wärmepumpen; sie gilt nur für neue Wärmepumpen in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen Nutzungseinheiten. Dort ist sie spätestens zwei Jahre nach der Inbetriebnahme fällig; das GModG hat das Verfahren laut Branchenverband ZVSHK gestrafft. Warmwasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen sind ausgenommen. Unabhängig davon kann eine Dichtheitskontrolle nach der F-Gase-Verordnung nötig sein (siehe unten). Mehr dazu: Wartungspflicht und Intervall
Wartung & Service
Ist die Wartung einer Wärmepumpe Pflicht?
Für Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern gibt es in Deutschland keine gesetzliche Pflicht zur jährlichen Wartung. Die allgemeine Betreiberpflicht in § 60 (bisher GEG, jetzt GModG) verlangt nach ihrem Wortlaut nur, dass wichtige Anlagenteile „regelmäßig“ gewartet werden, ein festes Intervall nennt sie nicht. Praktisch verbindlich wird die jährliche Wartung oft durch die Bedingungen verlängerter Herstellergarantien. Mehr dazu: Wartungspflicht und Intervall
Wie oft sollte eine Wärmepumpe gewartet werden?
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die mechanischen Bauteile jährlich bis alle zwei Jahre kontrollieren zu lassen (Stand 04/2026). Solange eine verlängerte Herstellergarantie läuft, ist meist eine jährliche Wartung vorgeschrieben, bei der Buderus-Systemgarantie dürfen höchstens 16 Monate zwischen zwei Terminen liegen. Als günstige Zeit nennt energie-experten den Sommer oder Frühherbst, also vor der Heizperiode. Mehr dazu: Wartungspflicht und Intervall
Was kostet die Wartung einer Wärmepumpe?
Eine einzelne Wartung im Einfamilienhaus kostet laut Verbraucherzentrale etwa 150 bis 300 Euro (Stand 04/2026), der Verbraucherverband wohnen im eigentum hält 300 bis 350 Euro für angemessen (Stand 03/2026). Wartungsverträge für Luft/Wasser-Geräte liegen nach Anbieterangaben bei etwa 120 bis 250 Euro im Jahr. Angebote über 600 Euro für eine normale Wartung solltest du kritisch prüfen. Mehr dazu: Wartungskosten und Garantie
Was wird bei der Wartung einer Wärmepumpe gemacht?
Der Fachbetrieb prüft Außeneinheit, Kältekreis, Heizkreis, Warmwasser sowie Elektrik und Regelung, wertet die Effizienzdaten aus und hält alles in einem Protokoll fest. Dazu gehören etwa das Reinigen der Lamellen, der Kondensatablauf, Anlagendruck und Ausdehnungsgefäß, der Fehlerspeicher und die Heizkurve. Eine Standardwartung dauert laut Fachratgebern etwa ein bis zwei Stunden. Mehr dazu: Checkliste zur Wartung
Kann ich meine Wärmepumpe selbst warten?
Einfache Pflege darfst du selbst übernehmen, die fachliche Wartung ersetzt sie aber nicht. Dazu gehört, rund um das Außengerät etwa 50 cm frei zu halten, die Lamellen vorsichtig mit einer weichen Bürste zu reinigen, den Kondensatablauf zu kontrollieren und den Anlagendruck abzulesen. Kältekreis, Elektrik, das Innenleben des Geräts und die Steuerung sind für Laien tabu. Mehr dazu: Wärmepumpe selbst pflegen
Darf ich Kältemittel selbst nachfüllen?
Nein, Arbeiten am Kältekreis sind Sache von Fachleuten. Bei Geräten mit fluorierten Kältemitteln wie R32 oder R410A dürfen das nach der EU-F-Gase-Verordnung nur zertifizierte Personen, bei Propan (R290) sollten es Fachleute mit Schulung für brennbare Kältemittel sein. Fehlt Kältemittel, deutet das auf eine Undichtigkeit hin, die gefunden werden muss. Mehr dazu: Wärmepumpe selbst pflegen
Braucht meine Wärmepumpe eine Dichtheitsprüfung?
Eine Dichtheitskontrolle ist nach der F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 erst ab einer Füllmenge von 5 Tonnen CO₂-Äquivalent Pflicht. Das entspricht laut Umweltbundesamt 7,41 kg R32 oder 2,40 kg R410A, bei hermetisch geschlossenen Geräten gilt die doppelte Schwelle. Für Propan (R290) gilt diese Pflicht nicht, und die oft zitierte Regel „ab 3 kg Kältemittel“ ist veraltet. Mehr dazu: Wartungspflicht und Intervall
Störungen & Fehler
Was tun, wenn die Wärmepumpe einen Fehlercode anzeigt?
Notiere zuerst den Code und die Uhrzeit, am einfachsten mit einem Foto vom Display, und schlage die Bedeutung in der Bedienungsanleitung nach. Manche Meldungen sind nur Hinweise, andere verriegeln die Anlage und brauchen einen Fachbetrieb. Nach einem Stromausfall kann es reichen, die Störung einmal zu quittieren; kommt der Fehler wieder, rufe den Kundendienst. Mehr dazu: Fehlercodes und Symptome
Warum geht meine Wärmepumpe ständig an und aus?
Häufiges Ein- und Ausschalten, das sogenannte Takten, entsteht meist, weil die Anlage mehr Leistung liefert, als das Haus gerade abnimmt. Typische Ursachen sind eine zu große Wärmepumpe, eine zu hohe Heizkurve, ein fehlender hydraulischer Abgleich oder viele geschlossene Thermostate. In der Übergangszeit mit geringem Wärmebedarf tritt es häufiger auf. Mehr dazu: Wärmepumpe optimieren
Ist Eis am Außengerät normal?
Leichte Vereisung bei Temperaturen um 0 °C und hoher Luftfeuchte ist normal und wird automatisch abgetaut; Dampf und Wasser gehören dabei dazu. Entferne Eis nie mit spitzen oder scharfen Werkzeugen. Bleibt das Gerät dauerhaft oder ungleichmäßig vereist, sollte ein Fachbetrieb Abtauung, Kältemittelmenge und Kondensatablauf prüfen. Mehr dazu: Fehlercodes und Symptome
Warum tropft Wasser aus dem Außengerät?
Wasser unter dem Außengerät ist in aller Regel Kondens- und Abtauwasser und kein Defekt; laut dem Fachportal klimeo sind 5 bis 20 Liter am Tag üblich, bei feuchtem Wetter und hoher Heizlast auch deutlich mehr. Ein Problem ist es erst, wenn der Ablauf verstopft oder zufriert und sich Eis am Boden bildet. Tropft es dagegen an der Inneneinheit oder an Wasserleitungen im Haus, solltest du einen Fachbetrieb rufen. Mehr dazu: Fehlercodes und Symptome
Warum wird meine Heizung mit Wärmepumpe nicht warm?
Prüfe zuerst das Display auf Fehlermeldungen, die eingestellte Betriebsart und aktive Zeit- oder Urlaubsprogramme. Weitere häufige Ursachen sind ein zu niedriger Anlagendruck, Luft im System, eine ausgelöste Sicherung oder eine zu niedrig eingestellte Heizkurve. Hilft das nicht, sollte ein Fachbetrieb die Regelung und den hydraulischen Abgleich prüfen. Mehr dazu: Fehlercodes und Symptome
Warum läuft meine Wärmepumpe zeitweise nur gedrosselt?
Eine zeitweise Drosselung ist oft kein Defekt, sondern eine Steuerung durch den Netzbetreiber. Seit 2024 dürfen Netzbetreiber steuerbare Wärmepumpen bei Netzengpässen auf 4,2 kW Leistung begrenzen, bei älteren Verträgen gibt es feste Sperrzeiten. Ob gerade eine Sperre aktiv ist, zeigt oft ein Symbol im Display. Mehr dazu: Fehlercodes und Symptome
Marken & Kauf
Welche Wärmepumpen-Marke ist die beste?
Eine pauschal beste Marke gibt es nach unserer Einschätzung nicht. Für die tatsächliche Effizienz zählen Gebäude, Vorlauftemperatur, richtige Auslegung und saubere Installation meist mehr als der Hersteller. Wichtig ist außerdem, dass es in deiner Region einen erfahrenen Fachbetrieb und Kundendienst für das Gerät gibt. Mehr dazu: Wärmepumpen im Vergleich
Sind Buderus- und Bosch-Wärmepumpen baugleich?
Die Buderus Logatherm WLW186i AR und die Bosch Compress CS6800iAW sind Schwestergeräte derselben technischen Plattform. Beide Marken gehören zur Bosch Home Comfort Group, die Datenblattwerte liegen entsprechend eng beieinander. Buderus kombiniert sein Gerät zusätzlich mit dem Schallpaket „SILENT plus“. Mehr dazu: Wärmepumpen im Vergleich
Luftwärmepumpe oder Erdwärme, was ist besser?
Erdwärmepumpen arbeiten meist effizienter, sind in der Anschaffung aber deutlich teurer. Im Fraunhofer-Feldtest lag die mittlere JAZ bei Erdreich-Anlagen bei 4,3, bei Luft/Wasser-Geräten bei 3,4. Dafür nennen Marktrichtwerte für 2026 mit Einbau 28.000 bis 40.000 Euro für Erdwärme gegenüber 18.000 bis 28.000 Euro für Luft/Wasser. Ob sich der Mehrpreis rechnet, hängt vom Grundstück, von den Bohrkosten und vom Wärmebedarf ab. Mehr dazu: Wärmepumpen im Vergleich
Wie groß muss meine Wärmepumpe sein?
Die Leistung der Wärmepumpe sollte sich nach der Heizlast deines Hauses richten, die ein Fachbetrieb berechnet. Eine zu große Anlage ist nicht besser: Sie neigt zum Takten, was Effizienz kostet und den Verdichter belastet. Die Baureihen in unserem Marktüberblick decken laut Herstellerangaben zusammen etwa 1,3 bis 24 kW ab. Mehr dazu: Wärmepumpe optimieren
Worauf sollte ich beim Angebot für eine Wärmepumpe achten?
Prüfe, ob das angebotene Gerät auf der Förderliste des BAFA steht und ob die förderfähigen Kosten getrennt ausgewiesen sind. Luft/Wasser-Wärmepumpen müssen für die Förderung laut ADAC seit dem 01.01.2026 mindestens 10 dB unter den gesetzlichen Geräuschgrenzwerten liegen, und ab dem 01.01.2028 werden nur noch Geräte mit natürlichen Kältemitteln gefördert. Der Vertrag sollte eine Klausel enthalten, die ihn an die Förderzusage bindet. Mehr dazu: Förderung 2026 und GModG
Verliere ich die Garantie, wenn ich die Wartung auslasse?
Die verlängerte Herstellergarantie kann verloren gehen, denn sie setzt meist eine jährlich nachgewiesene Wartung voraus. Das gilt etwa für die Viessmann-Garantie über ViCare, die kostenpflichtige Vaillant GarantiePLUS erweitert und die Buderus-Systemgarantie mit höchstens 16 Monaten zwischen zwei Wartungen. Die gesetzliche Gewährleistung des Installateurs ist davon getrennt zu betrachten. Mehr dazu: Wartungskosten und Garantie
Persönliche Beratung gewünscht? Neutral und vor Ort berät die Energieberatung der Verbraucherzentrale – oft kostenlos oder stark vergünstigt. Für Planung, Einbau und Wartung ist ein Fachbetrieb deiner Wahl zuständig.
Zur EnergieberatungAlle Angaben ohne Gewähr, Stand 16.09.2026. Fördersätze, Preise und rechtliche Regelungen können sich kurzfristig ändern; Kostenangaben sind Richtwerte aus den genannten Quellen. Klarwärme ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Förderberatung und keine Diagnose vor Ort.