Viele Eigentümer wissen nach einem Wartungstermin nicht genau, was gemacht wurde. Die folgende Checkliste fasst zusammen, was Hersteller, Verbraucherverbände und Fachquellen als Umfang nennen. So kannst du Angebote vergleichen und prüfen, ob der Termin gründlich war. Warum sich die Wartung lohnt, steht im Beitrag Was die Wartung bringt. Wie oft gewartet werden sollte, erklären wir im Artikel Intervall und Vorgaben.

Was gehört zu einer Wärmepumpen-Wartung?

Zu einer vollständigen Wartung gehören eine Sichtprüfung, die Kontrolle von Kältekreis, Elektrik und Heizkreis, das Reinigen der Außeneinheit bzw. der Filter, das Auslesen der Regelung und ein schriftliches Protokoll. Viessmann gliedert den Ablauf zum Beispiel in vier Teile: Sichtprüfung und Reinigung, elektrische Komponenten, wärmepumpenspezifische Technik und Protokoll. Welche Punkte anfallen, hängt von der Bauart ab: Bei Luft/Wasser-Geräten steht das Außengerät im Mittelpunkt, bei Erdwärme der Solekreis. Maßgeblich bleibt die Wartungsanleitung des Herstellers.

Was prüft der Fachbetrieb an der Außeneinheit?

An der Außeneinheit prüft der Fachbetrieb vor allem, ob die Luft ungehindert durch den Wärmetauscher strömen und das Kondenswasser sicher ablaufen kann. Der Verdampfer ist bei Luft/Wasser-Geräten der Wärmetauscher, der der Außenluft Wärme entzieht. Seine feinen Lamellen setzen sich leicht mit Laub, Staub oder Pollen zu.

  • Verdampferlamellen reinigen und auf Beschädigungen und Vereisungsspuren prüfen: Verschmutzte oder verbogene Lamellen verringern die Luftmenge, und das Gerät muss mehr leisten.
  • Zu- und Abluftöffnungen kontrollieren: Die Wärmepumpe braucht einen freien Luftstrom. Ist er behindert, kann sie bereits abgekühlte Luft erneut ansaugen.
  • Kondensatwanne und Kondensatablauf prüfen: Ein verstopfter Ablauf kann im Winter einfrieren und das Gerät vereisen lassen.
  • Ventilator ansehen: In den ausgewerteten Quellen nicht eigens aufgeführt, aus Sicht der Redaktion aber sinnvoll, denn ungewohnte Laufgeräusche können auf Unwucht oder Lagerverschleiß hindeuten.
  • Gehäuse, Aufstellung und Rohrdämmung ansehen: Beschädigte Dämmung an den Leitungen kostet Wärme und kann zu Feuchteschäden führen.

Aus Sicht der Redaktion lohnt außerdem die Frage, ob die Abtauvorgänge unauffällig laufen, denn fehlgeschlagene Abtauungen melden viele Geräte als Fehlercode. Beispiele findest du in unserer Fehlerdatenbank.

Wird bei der Wartung der Kältekreis geprüft?

Ja, der Fachbetrieb prüft den Kältekreis bei der Wartung in der Regel mindestens durch eine Sichtkontrolle auf Leckagen und Korrosion und durch einen Blick auf Drücke und Temperaturen. Im Kältekreis zirkuliert das Kältemittel, das die Wärme von außen aufnimmt und im Haus wieder abgibt. Fehlt Kältemittel, sinkt die Effizienz, und der Stromverbrauch steigt.

  • Sichtprüfung auf Leckagen, Ölspuren und Korrosion: Kleine Undichtigkeiten lassen sich früh und günstiger beheben.
  • Drücke, Temperaturen, Überhitzung und Unterkühlung messen: Aus diesen Werten erkennt die Fachkraft, ob die Füllmenge stimmt und der Kreislauf sauber arbeitet.
  • Kältemittel auf Verunreinigungen prüfen: Laut Bosch gehört auch diese Kontrolle dazu, weil verunreinigtes Kältemittel den Verdichter schädigen kann.
  • Dichtheitskontrolle mit Eintrag ins Protokoll, falls vorgeschrieben: Bei prüfpflichtigen Anlagen muss das dokumentiert und mindestens 5 Jahre aufbewahrt werden.

Nach der EU-F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 ist eine regelmäßige Dichtheitskontrolle erst ab 5 Tonnen CO₂-Äquivalent vorgeschrieben. Bei hermetisch geschlossenen Geräten liegt die Grenze bei 10 Tonnen. Laut Umweltbundesamt entsprechen 5 Tonnen etwa 7,41 kg R32 oder 2,40 kg R410A. Übliche Einfamilienhaus-Geräte mit R32 liegen meist deutlich darunter, und Propan (R290) ist kein fluoriertes Gas. Die Füllmenge steht auf dem Typenschild. Arbeiten am Kältekreis gehören immer in die Hände von Fachleuten mit entsprechender Sachkunde, bei Propan zusätzlich mit Schulung für brennbare Kältemittel.

Zusätzlich bei Erdwärme und Grundwasser

  • Frostschutzgehalt und Druck der Sole prüfen: Die Sole ist das Frostschutzgemisch in den Erdsonden. Ist die Konzentration zu niedrig, droht Frost im Verdampfer.
  • Brunnen, Pumpe und Filter kontrollieren: Bei Grundwasser-Anlagen werden laut thermondo der Brunnen sowie dessen Pumpen, Ventile und Filter begutachtet.

Was wird am Heizkreis und an der Hydraulik kontrolliert?

Am Heizkreis prüft der Fachbetrieb vor allem Anlagendruck, Ausdehnungsgefäß, Filter und Pumpen, weil die Wärmepumpe einen gleichmäßigen Wasserdurchfluss braucht. Mit Hydraulik ist das wassergeführte System aus Rohren, Pumpen, Ventilen und Heizflächen gemeint.

  • Anlagendruck ablesen und bei Bedarf korrigieren: Ist der Druck zu niedrig, kann Luft ins System gelangen und die Anlage in Störung gehen. Den Sollwert nennt die Anleitung deiner Anlage.
  • Vordruck des Membranausdehnungsgefäßes prüfen: Das Gas im Gefäß diffundiert mit der Zeit durch die Membran. Laut energie-experten ist deshalb eine jährliche Prüfung nach DIN EN 12828 vorgesehen.
  • Schmutzfänger, Filter und Schlammabscheider reinigen: Zugesetzte Filter drosseln den Durchfluss und können Störungen auslösen.
  • Umwälzpumpen und Stellventile prüfen: Sie bestimmen, ob die Wärme gleichmäßig in allen Räumen ankommt.
  • Sicherheitsventile auf Funktion kontrollieren: heizung.de nennt sie ausdrücklich als Prüfpunkt. Sie schützen die Anlage vor Überdruck und müssen im Ernstfall zuverlässig öffnen.
  • Temperaturspreizung bewerten: Die Differenz zwischen Vor- und Rücklauf zeigt, ob der Volumenstrom passt.

Werden einzelne Räume nicht warm oder rauschen die Leitungen, fehlt oft der hydraulische Abgleich. Dabei werden die Wassermengen für jeden Heizkörper berechnet und eingestellt. Die Verbraucherzentrale beziffert die mögliche Einsparung mit 5 bis 15 %. Mehr dazu steht im Ratgeber Wärmepumpe optimieren.

Gehört der Warmwasserspeicher zur Wartung?

Der Warmwasserspeicher gehört fachlich dazu, wird aber oft separat berechnet. Frag deshalb vorher nach, ob er im Angebot enthalten ist.

  • Speicher und, falls vorhanden, Schutzanode prüfen: Emaillierte Speicher sind durch eine Anode vor Korrosion geschützt, die sich mit der Zeit verbraucht.
  • Warmwassertemperatur und Legionellenschaltung prüfen: Das DVGW-Arbeitsblatt W 551 empfiehlt auch für Ein- und Zweifamilienhäuser 60 °C am Speicheraustritt und rät, Temperaturen unter 50 °C zu vermeiden.

Was prüft der Fachbetrieb an Elektrik, Regelung und Software?

An der Elektrik misst der Fachbetrieb die elektrische Sicherheit, und an der Regelung liest er Fehlerspeicher, Softwarestand und Einstellungen aus. Viele Fehler zeigen sich zuerst im Fehlerspeicher, bevor du im Haus etwas merkst.

  • Elektrische Anschlüsse prüfen und nachziehen: Lockere Klemmen erwärmen sich und können ausfallen.
  • Schutzleiter- und Isolationswiderstand sowie Ableitstrom messen: Diese Messungen nennt Viessmann ausdrücklich, weil sie deine Sicherheit betreffen.
  • Stromaufnahme messen: Auffällige Werte können ein Hinweis auf Verschleiß sein.
  • Fehlerspeicher auslesen: Wiederkehrende Meldungen zeigen Schwachstellen, auch wenn die Anlage gerade läuft.
  • Softwarestand prüfen: Updates können Regelung und Abtauverhalten verbessern.
  • Heizkurve, Heizgrenze, Absenkzeiten und Pumpeneinstellungen kontrollieren: Die Heizkurve legt fest, wie warm das Heizwasser bei welcher Außentemperatur wird. Eine zu steile Kurve kostet unnötig Strom.

Wie wird die Effizienz der Wärmepumpe bei der Wartung bewertet?

Die Effizienz bewertet der Fachbetrieb am besten anhand der Jahresarbeitszahl (JAZ), also der im Jahr erzeugten Wärme geteilt durch den dafür verbrauchten Strom. Eine JAZ von 3,4 bedeutet, dass aus 1 kWh Strom 3,4 kWh Wärme werden. Davon zu unterscheiden ist der SCOP, ein unter Normbedingungen ermittelter Wert aus dem Datenblatt. Er dient dem Vergleich von Geräten, ersetzt aber nicht die Messung im eigenen Haus.

Wie groß die Unterschiede in der Praxis sind, zeigt ein Feldtest des Fraunhofer ISE, der vier Jahre lang 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern gemessen hat (Pressemitteilung vom 03.11.2025).

Jahresarbeitszahlen im Feldtest des Fraunhofer ISE (77 Anlagen, Pressemitteilung 11/2025)
WärmequelleMittelwert JAZSpannweite
Luft/Wasser3,42,6 bis 4,9
Erdreich (Sole/Wasser)4,33,6 bis 5,4
  • Betriebsdaten auslesen: Energieverbrauch, erzeugte Wärme, Betriebsstunden und Verdichterstarts zeigen, ob die Anlage ruhig läuft.
  • JAZ mit dem Vorjahr vergleichen: Ein deutlicher Rückgang ist ein Hinweis auf Verschmutzung, Kältemittelverlust oder ungünstige Einstellungen.
  • Häufiges Takten und Heizstab-Anteil bewerten: Viele kurze Starts und ein hoher Anteil des elektrischen Heizstabs treiben die Stromkosten.
  • Vorlauftemperatur prüfen: Buderus und energie-experten nennen bis zu 2,5 % weniger Stromverbrauch je Grad niedrigerer Vorlauftemperatur.

Wie sieht ein gutes Wartungsprotokoll aus?

Ein gutes Wartungsprotokoll listet für jeden Termin die ausgeführten Arbeiten, die gemessenen Werte, festgestellte Mängel und konkrete Empfehlungen auf. Es ist zugleich dein Nachweis gegenüber dem Hersteller. Buderus verlangt für die 5-jährige Systemgarantie (Logaplus-Pakete und Logasys-Systeme) eine Wartung einmal jährlich, höchstens aber alle 16 Monate, sowie den Nachweis darüber. Viessmann setzt für die 5-Jahres-Garantie über die ViCare-App den Nachweis der jährlichen Inspektion und Wartung voraus. Details dazu stehen im Artikel Wartungskosten und Garantie.

Diese Angaben sollten im Protokoll stehen:

  • Datum, Name des Betriebs und der ausführenden Person
  • Gerätetyp, Seriennummer, Kältemittel und Füllmenge
  • Abgehakte Prüfpunkte, gegliedert nach Bereichen
  • Messwerte wie Drücke, Temperaturen, Anlagendruck, Vordruck des Ausdehnungsgefäßes und elektrische Messungen
  • Ausgelesene Fehlercodes und der Softwarestand
  • Energiedaten und, wenn möglich, die JAZ
  • Getauschte Teile, geänderte Einstellungen, Mängel und Empfehlungen mit Dringlichkeit
  • Unterschrift und den Termin für die nächste Wartung

Bewahre die Protokolle zusammen mit dem Inbetriebnahmeprotokoll auf.

Wie lange dauert eine Wärmepumpen-Wartung?

Eine Standardwartung dauert nach Angaben von klimeo in der Regel ein bis zwei Stunden, je nach Anlagentyp und Zustand. NIBE nennt für eine Standardwartung etwa zwei Stunden und weist darauf hin, dass eine umfassende Inspektion länger dauern kann. Plane ein, dass die Wärmeversorgung während der Arbeiten laut Bosch kurzzeitig unterbrochen ist. Bosch empfiehlt deshalb einen Termin in den warmen Sommermonaten.

Woran erkennt man einen gründlichen Fachbetrieb?

Einen gründlichen Betrieb erkennst du daran, dass er vorher den Leistungsumfang schriftlich nennt und dir hinterher ein Protokoll mit echten Messwerten übergibt. Ein Protokoll, auf dem nur „Anlage i. O.“ steht, reicht nicht aus. Weitere gute Zeichen sind:

  • Er kann bei Arbeiten am Kältekreis eine Sachkundebescheinigung vorweisen und hält sich an die Wartungsanleitung des Herstellers.
  • Er liest Fehlerspeicher und Energiedaten aus und bespricht die Werte mit dir.
  • Er trennt klar zwischen Pauschale, Anfahrt, Speicherwartung und Verschleißteilen.
  • Er nennt Verbesserungen wie eine flachere Heizkurve, auch wenn dabei kein Zusatzauftrag entsteht.
Eine Wartung ohne Messwerte ist eine Sichtprüfung. Erst das Protokoll macht sichtbar, ob die Anlage effizient läuft.Einordnung der Redaktion

Wie bereite ich mich als Eigentümer auf den Wartungstermin vor?

Am besten sorgst du vor dem Termin für freien Zugang zu Innen- und Außengerät und legst die Unterlagen zur Anlage bereit. klimeo weist ausdrücklich darauf hin, dass der Bereich um die Anlage frei von Hindernissen wie Laub oder Schnee sein muss. Als günstige Zeit nennt energie-experten den Sommer oder Frühherbst, also vor Beginn der Heizperiode.

  • Zugang zur Außeneinheit freiräumen und rund um das Gerät Platz schaffen
  • Bedienungsanleitung, Inbetriebnahmeprotokoll und frühere Wartungsprotokolle bereitlegen
  • Garantieunterlagen und Fristen heraussuchen
  • Zählerstände für Strom und Wärmemenge notieren
  • Auffälligkeiten aufschreiben: Geräusche, Fehlermeldungen mit Datum, kalte Räume, auffällig hoher Verbrauch
  • Klären, ob Speicherwartung und Dichtheitskontrolle im Preis enthalten sind

Was du zwischen den Terminen selbst erledigen kannst und wo die Grenzen liegen, steht im Ratgeber Wartung selbst machen.

Persönliche Beratung gewünscht? Neutral und vor Ort berät die Energieberatung der Verbraucherzentrale – oft kostenlos oder stark vergünstigt. Für Planung, Einbau und Wartung ist ein Fachbetrieb deiner Wahl zuständig.

Zur Energieberatung

Häufige Fragen

Was kostet eine Wärmepumpen-Wartung?

Die Verbraucherzentrale nennt etwa 150 bis 300 € pro Jahr (Stand 04/2026). Anfahrt, Speicherwartung, Verschleißteile und eine Dichtheitsprüfung kommen oft dazu. Einen Überblick gibt unser Artikel zu Wartungskosten und Garantie.

Muss bei jeder Wartung eine Dichtheitsprüfung gemacht werden?

Nein. Vorgeschrieben ist sie nach der EU-F-Gase-Verordnung erst ab 5 Tonnen CO₂-Äquivalent, bei hermetisch geschlossenen Geräten ab 10 Tonnen. Eine Sichtprüfung des Kältekreises gehört trotzdem zu jeder gründlichen Wartung.

Muss ich beim Wartungstermin zu Hause sein?

Der Fachbetrieb braucht Zugang zum Innengerät, zum Speicher und zur Außeneinheit. Es ist sinnvoll, dabei zu sein, damit du Auffälligkeiten schildern und die Ergebnisse direkt besprechen kannst.

Wie lange dauert die Wartung einer Wärmepumpe?

Eine Standardwartung dauert nach Angaben von klimeo und NIBE etwa ein bis zwei Stunden. Eine umfassende Inspektion kann laut NIBE länger dauern.

Wie lange sollte ich Wartungsprotokolle aufbewahren?

Mindestens so lange, wie eine Herstellergarantie läuft. Bei Anlagen, die nach der F-Gase-Verordnung prüfpflichtig sind, schreibt die Verordnung für die Aufzeichnungen mindestens 5 Jahre vor.

Gilt der Wärmepumpen-Check nach Gebäudeenergierecht auch für mein Einfamilienhaus?

Nein. Die Betriebsprüfung für Wärmepumpen nach § 60a betraf schon im GEG 2024 nur Gebäude mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen selbständigen Nutzungseinheiten. Laut ZVSHK bleibt sie unter dem seit dem 29.07.2026 geltenden Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) für diese Gebäude bestehen, das Verfahren wurde gestrafft.

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 16.09.2026. Die Checkliste ist eine redaktionelle Zusammenstellung aus Hersteller- und Verbraucherquellen und ersetzt nicht die Wartungsanleitung deines Geräts. Klarwärme bietet keine Rechtsberatung. Garantiebedingungen können sich ändern. Prüfe sie direkt beim Hersteller.